Vom Oberbayern auf den Veggie-Street-Day…*UPDATE*

Ich bin gespannt, was da auf mich zukommen wird.
Die Ankündigung verspricht zwar viel zu Futtern aber auch viel schlechte Musik.
Muss da echt so eine ex-Big-Brother Schlager-Frau auftreten?

Ich lasse mich überraschen. Fressstände Seite an Seite mit Tierrechten aus der Mitte der Gesellschaft und das ganze bei schlechtem Schlager und Punk (Kafkas).

Jetz noch ne Deutschlandfahne einpacken und ne Runde mitgröhlen.
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Update

Nu ists schon ne Woche her und es hat sich alles bestätigt. Ein Fressstand neben dem anderen, Tierrechtler_innen denens zum Großteil nur um Tiere geht und ein unglaublich schlechtes Bühnenprogramm inkl. der BigBrother Schlagertante.

Wenigstens war das Essen relativ lecker und auch der ein oder die andere nette Mensch mit etwas mehr Hintergrund als „Hauptsache für die Tiere“ waren auch da.

Provokation als Hobby?

Die Frage im Titel habe ich mir in letzter Zeit häufiger gestellt. Ganz besonders als ich die Ankündigung einer Veranstaltung der TAN aus Hamburg in den Händen hielt.
Unter dem Titel “ WELL ADJUSTED PEOPLE – Die „autonome Szene“ auf dem rechten Weg der bürgerlichen Gesellschaft“ will die TAN aufklären über „Reaktionäre im linken Gewand“ und klarstellen was mensch tun muss um ein_e wahre_r Tierbefreiungsaktivist_in zu sein.

Denn der autonome Antispeziesismus ist ja schließlich eine „Kinderkrankheit der Tierbefreiungsbewegung“, „pseudotheoretisch“ und „infantil“ – so wird dieser zumindest in der Ankündigung des passenden Vortrages der TAN auf dem diesjährigen Tierbefreiungskongress bezeichnet.

Ich bin gespannt welchen geistigen Dünnschiss der Referent der TAN auf dem Kongress loslassen wird.
Mehr als plumpe, mit vielen pseudointelligenten Fremdwörtern durchsetzte*, Pöbeleien erwarte ich allerdings nicht von der TAN, die sich zur Hauptaufgabe gemacht hat political police zu spielen und alle die ihnen nicht so ganz passen mit Texten zuzuscheißen, die ohne Fremdwörterbuch nicht lesbar sind.

Soll die TAN doch in Hamburg bleiben und da die Szene spalten, sich mit Antideutschen bashen und Täter schützen.
Auf dem Kongress werden sie jedenfalls nicht viele Freund_innen finden, schätze ich.

Wenigstens wird mir so langsam klar warum der Kongress aus HH geflüchtet ist und sich lieber auf ner Burg verschanzt.

*Die Verwendung vieler Fremdwörter lässt einen Text zwar intelligenter wirken aber die Qualität der Argumente steigt deshalb nicht automatisch an, liebe TAN.

[Mal schauen wie lange es dauert, bis die TAN- Jünger_innen mich in die Antideutsche Ecke drängen wollen :D]

Die Sache mit den Milchziegen

In den letzten Wochen ging es durch alle möglichen Antispe-Verteiler und Foren:

„Die abscheulichen Tierausbeuter_innen von Unicef wollen den Menschen in Afrika Ziegen schenken!“ tönte es mir von überall entgegen.

Gemischt mit Wohlstandsgesellschaftstümelei wurden Phrasen geschwungen und gefordert, Unicef mit Protesten zu überziehen.
Warum denkt keine_r von den am lautesten schreienden (wohlgenährten) veganen Menschen mal drüber nach, dass die Menschen in den Hungergebieten zurzeit andere Probleme haben als über Tierausbeutung nachzudenken?

Klar, eine vegane Gesellschaft, auch in Afrika, wäre toll und wichtig. Aber sollte nicht ETWAS differenzierter nachgedacht werden wenn es darum geht diese „Milchziegenaktion“ zu verurteilen?
Für mich sprechen erstmal andere Dinge gegen diese Aktion….wie zb Unicef an sich, der Kapitalismus an sich (der überhaupt schuld ist an der Hungermisere) oder eben andere Gesellschaftliche Unzulänglichkeiten (ja, die Liste ist bei weitem nicht komplett).
Ich weiß zwar selbst, dass es auch ohne Kohle möglich ist Vegan zu leben aber überall geht das nunmal nicht.
In manchen Gebieten Afrikas ists eben einfacher ne Ziege zu halten (die lediglich n bischen Steppengras und Wasser braucht) als vegane Landwirtschaft zu betreiben.

Ich hab öfter fast das Kotzen bekommen als ich manche (menschenfeindliche?) Foreneinträge oder Emails gelesen habe.
Einfach mal drüber nachdenken, dass Menschen, die kurz vor dem verhungern stehen, andere Probleme haben als über Veganismus nachzudenken.

Antispedemo Berlin

Das war sie also die Demo.
Viele sympathische Menschen und mehr als nur geprolle gegen Pelz. Kreative Aktionen wie Radical Cheerleading, Jubeldemo und Sambaband haben endlich (!) mal für einen neuen Charakter von Antispe-Demos gesorgt. Hoffen wir mal, dass dieses Konzept in andere Städte übernommen wird.
Positiv ist auch zu sehen, dass die Demo alles andere als unpolitisch war und auch drei junge Querfront Nazis aus der Demo ausgeschlossen wurden.

Nun tut sich bei mir die Frage auf warum die Demos im Norden und Osten Deutschlands überwiegend politisch, und dominiert von schwarzgekleideten Menschen sind, und Demo-Orgas im Westen und Süden teilweise sogar im Vorfeld darauf hinweisen, dass ebensolche Menschen ja nicht gern gesehen sind.
Aber irgendwann werden auch manche Tierrechtler_innen im Süden und Westen (ich spreche extra nicht von Antispeziesist_innen) bemerken, dass weniger Menschen auf ihre Demos kommen, wenn „linksradikale“ Menschen nicht erwünscht sind. Das kommt (zurecht) nicht gut an.

Ja. Mehr als Gemecker über Demokomzepte gibts hier grade nicht. Abwarten.

Tierrechts AG Köthen? || Angriff auf Protestierende

Na hoffentlich nicht AG Tierrecht Köthen

Sollte der Bericht stimmen, beweist sich mal wieder, dass man nicht ohne Selbstschutz vor Zirkussen demonstrieren sollte.

Warum immer dieses „Tierrechtler_innen müssen doch friedlich sein“ gelaber?
Wenn mich wer angreift, wehr ich mich.

In Russland läuft das anders. Berechtigterweise, wie ich finde.

Sehn wir uns da?

Köln Pelzfrei – War schonmal besser…

Am Samstag fand wieder einmal die jährliche „Köln Pelzfrei“ Demo in Köln statt.
Mit 260 Teilnehmer_innen hat sich die Anzahl der Demonstrierenden nun innerhalb von zwei Jahren quasi halbiert.
Warum?
Das hat wohl viele Gründe.

Ein Grund dürfte die eher nicht vorhandene Werbung dieses Jahr gewesen sein – deshalb waren lediglich die da, die immer da sind/waren.
Sogenannte „Autonome“ waren auch nur vereinzelt zu sehen, was auch dazu geführt hat, dass die Demonstration eher nach einem Samstagsspaziergang aussah.
Das kommt eben davon wenn (wie das Jahr zuvor geschehen) vorgegeben wird, was denn bitte anzuziehen sei und man auch durchsickern lässt, dass schwarzgekleidete Antispeziesist_innen ja nicht so gerne gesehen sind, weil diese ja kleine Kinder fressen den Leuten Angst machen würden.
Aber wenn lieber ein Spaziergang gegen Pelz (bei der auch Pelztragende Menschen gerne mal als Pelzschlampen bezeichnet werden) und keine kämpferische Demo gegen Tierausbeutung und andere Unterdrückungsmechanismen gewünscht ist, bitte.

Da fahr ich doch lieber nach Hannover oder Berlin.

ESCADA – Actionday

Dieses Wochenende hat also der heiße Herbst gegen ESCADA begonnen.
Erfreulicherweise gab es neben den üblichen Krach und Rumschreidemos auch mal was neues.
Kreative neue Aktionen sollte es öfter geben.
Get Creative!

Filmchen und Livereportagen gibts auch:

Kreativ: http://www.myvideo.de/watch/5181627/Tatort_Muenster_Todort_Escada

Das übliche: http://de.youtube.com/watch?v=5-GEmoBeGTk

Der Tierpark Lübeck schlieszt (2011).

Wird ja auch Zeit.
Die Tierschützer – und Tierrechtler_innen feiern sich, die Politiker_innen zoffen sich (SPD, linke und grüne wollten den Pachtvertrag nich verlängern – die andern schon).

Mal schauen was jetzt mit den Tieren passiert. Die Stadt will ja, dass die Zooleitung mit ihren Feinden (dem Bündnis zur schließung des Zoos) zusammenarbeitet – wird sicherlich lustig.
Aber bis 2011 besteht ja erstmal noch ein Pachtvertrag. Ruhen die Proteste jetzt? Wer erklärts den Gefangenen im Zoo die nächsten drei Jahre?

Und immer schön, wie schon gefordert wurde, abstimmen und das Ergebnis manipulieren beeinflußen.

Presse

Ich wär übrigens dafür, den Einsatzleiter der Cops, der die letzten Demos „beaufsichtigt“ hat, in den Zoo zu stecken, solange der noch offen hat. Wär auf jeden Fall ne Sehenswürdigkeit – vor allem wenn der Schaum vorm Mund wiederkommt.

Liebt mich. Hasst mich. Duldet mich.

da bin ich.
die stimme für und wider antispeziesistische auswüchse.

je nachdem was so unter dem namen fabriziert wird.